Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos in unserer Datenschutzerklärung

Im Herbst den Dickmaulrüssler bekämpfen

Der Dickmaulrüssler ist mittlerweile fast jedem Gartenbesitzer ein Ärgernis. Er verursacht den unschön aussehenden Buchtenfraß an den Blättern vieler Pflanzen. Die Larven des Käfers führen durch den Wurzelfraß an denselben Pflanzen zum Welken oder sogar zu deren Absterben. Zur Bekämpfung des Gefurchten Dickmaulrüsslers haben sich die ca. 1 mm großen Nematoden (Fadenwürmer) der Gattung Heterorhabditis bestens bewährt. Desweiteren werden Heterorhabditis-Nematoden auch gegen die Larven (Engerlinge) des Gartenlaubkäfers eingesetzt, die erhebliche Schäden in Rasenflächen verursachen können.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Larven mit Nematoden sollte die Bodentemperatur mindestens 12 °C betragen; darunter sind die Nematoden inaktiv. Günstige Perioden für den Einsatz der Heterorhabditis-Nematoden im Freiland sind für die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers von April bis Anfang Juni sowie von Ende August bis Oktober, für die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers von Mitte Juli bis Ende September. Die Zeiten können sich jedoch verschieben, abhängig von der Witterung. Die Nematoden können ohne Wirtstiere einige Monate überdauern und auch Frostperioden überstehen. Allerdings reduziert sich der Bestand erheblich, so dass in der nächsten Saison ein neuer Einsatz nötig wird.

Sollten Sie Sorgen um Ihre Kinder oder Haustiere haben, die sich im Garten aufhalten, ist dies völlig unbegründet, denn die Nematoden sind zum einen nicht sichtbar und zum anderen völlig unschädlich.

Aktuelles

Das Wetter bislang... September bis Mitte Oktober

Der September zeigte sich mit knapp 180 Sonnenstunden überdurchschnittlich heiter. Gleichzeitig lag der Gesamtniederschlag mit 42,5 mm (94 %) leicht unter langjährigen Mittel. Die Niederschlagsmenge beschränkte sich im September jedoch auf die beiden ersten Monatsdekaden, während die letzte Dekade nahezu keinen Regen brachte.

In der ersten Oktoberdekade dominierte trockenes und sonniges Spätsommerwetter mit Tageshöchstwerten um die 20 °C. Nachts lagen die Temperaturen fast gänzlich unter 10 °C überwiegend sogar unter 5 °C, örtlich sogar bis 0 °C. Erst zur Mitte der 41.  Kalendarwoche fielen Niederschläge, die in der Summe aber nicht ausreichend waren, den Boden überall durchdringend zu durchfeuchten.

Grundsätzlich sollten Pflanzflächen und besonders immergrüne Gehölze auf eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit überprüft werden. Mit fortschreitendem Jahresverlauf hat die Speicherung von Reservestoffen bei den Gehölzen eingesetzt, deutlich sichtbar an der mehr oder weniger intensiven Herbstfärbung vieler Bäume und Sträucher. Erst mit vollständigem Laubfall ist dieser Prozess abgeschlossen.

Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin