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Im Herbst den Dickmaulrüssler bekämpfen

Der Dickmaulrüssler ist mittlerweile fast jedem Gartenbesitzer ein Ärgernis. Er verursacht den unschön aussehenden Buchtenfraß an den Blättern vieler Pflanzen. Die Larven des Käfers führen durch den Wurzelfraß an denselben Pflanzen zum Welken oder sogar zu deren Absterben. Zur Bekämpfung des Gefurchten Dickmaulrüsslers haben sich die ca. 1 mm großen Nematoden (Fadenwürmer) der Gattung Heterorhabditis bestens bewährt. Desweiteren werden Heterorhabditis-Nematoden auch gegen die Larven (Engerlinge) des Gartenlaubkäfers eingesetzt, die erhebliche Schäden in Rasenflächen verursachen können.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Larven mit Nematoden sollte die Bodentemperatur mindestens 12 °C betragen; darunter sind die Nematoden inaktiv. Günstige Perioden für den Einsatz der Heterorhabditis-Nematoden im Freiland sind für die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers von April bis Anfang Juni sowie von Ende August bis Oktober, für die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers von Mitte Juli bis Ende September. Die Zeiten können sich jedoch verschieben, abhängig von der Witterung. Die Nematoden können ohne Wirtstiere einige Monate überdauern und auch Frostperioden überstehen. Allerdings reduziert sich der Bestand erheblich, so dass in der nächsten Saison ein neuer Einsatz nötig wird.

Sollten Sie Sorgen um Ihre Kinder oder Haustiere haben, die sich im Garten aufhalten, ist dies völlig unbegründet, denn die Nematoden sind zum einen nicht sichtbar und zum anderen völlig unschädlich.

Aktuelles

Wacholderost

Mit zunehmenden Temperaturen der nächsten Wochen dürfte – bei ausreichender Feuchtigkeit - mit dem Aufquellen des Wacholderrostes zu rechnen sein. Auffällig ist der Pilz besonders durch seine gelblich-orangene Färbung an den typischen spindelförmigen Verdickungen der Triebe. An Wacholdern an denen der Pilz bereits mehrere Jahre zu Gange ist, sind häufig Absterbeerscheinungen der Triebe zusätzlich erkennbar.
Einzige Bekämpfungsmöglichkeit besteht in der Entfernung befallener Triebe und Äste durch Schnitt bis ins gesunde Holz, wenngleich an stark befallenen Wacholdern häufig die Rodung des gesamten Gehölzes die bessere Maßnahme ist, da viele Wacholderarten nach deutlichen Schnittmaßnahmen sich nur sehr langsam wieder begrünen.
Da der Wacholderrost mit seinem Sporenflug nachfolgend Birnen infiziert und dort im Frühsommer zu orangefarbenen Blattflecken (Birnengitterrost) führt, ist eine Entfernung befallener Wacholderäste noch vor dem Sporenflug gerade in Gärten und deren Umgebung sinnvoll, in denen Birnen in unmittelbarer Umgebung stehen.

Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin