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Rasenpflege bei Hitze

Die langanhaltende Trockenheit fordert Rasenflächen viel ab. Auf Flächen ohne Wasser sind kaum noch grüne Halme zu entdecken. Flächen, die regelmäßig gewässert werden, zeigen teilweise braune Stellen und werden oft hellgrün. All diese Umstände fordern gärtnerisches Können, um den Rasen zu erhalten und weiterhin nutzen zu können.


Rasenflächen, die nicht gewässert wurden, sollten jetzt nicht stark beansprucht werden. Im trockenen Zustand ist die Anlage nicht strapazierfähig; übermäßige Belastung führt zum Verlust. Erst nach ergiebigen Niederschlägen kann der Zustand eingeschätzt werden, um über notwendige Maßnahmen wie düngen, nachsäen oder sogar Neuanlage entscheiden zu können.
Rasenflächen, die bis jetzt optimal mit Wasser versorgt wurden, zeigen teilweise auch gelbe Flecken. Aufgrund der warmen Temperaturen und der Feuchtigkeit entwickeln sich diverse Sommerpilzerkrankungen im Rasen (Fusarium, Rotspitzigkeit). Besonders durch Mäharbeiten werden die Infektionsstellen aus-gebreitet und die Krankheit verteilt sich auf der gesam-ten Fläche. Abgestorbene Flecken sollten möglichst schnell ausgeharkt und mit Nachsaaten/Reparatursaaten begrünt werden.


Zusätzlich sollte der Bewässerungsrhythmus kritisch überprüft werden. Während heißer Witterungsabschnitte sind weniger Bewässerungsgaben mit intensiver Wassermenge vorteilhaft zur Vermeidung von Sommerpilzerkrankungen im Vergleich zu ständigem Feuchthalten der Flächen. Gleichmäßige feuchtwarme Bedingungen fördern die Pilzinfektion.
Auf befallenen Flächen muss auch der Nährstoffgehalt kritisch geprüft werden. Langzeitdünger werden von den hohen Temperaturen schneller aktiviert und durch das regelmäßige Wässern gehen dem Rasen wertvolle Nährstoffe verloren. Ein leichtes Nachdüngen kann die Vitalität des Rasens verbessern, viele der Sommerrasenkrankheiten sind Schwächeparasiten.

Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin